Verfahren

 

Verfahren

Ein Jugendstück in Zusammenarbeit mit Rüdiger Stephan


Uraufführung:

1999 - Uraufführung Junges Theater Wilhelmshaven


Rechte:

Rechte bei den Autoren - Ansichtsexemplare können bei Ueli Bum bestellt werden.


Besetzung: 1 Dame, 1 Herr


Inhalt:

Die viel beschworene Strasse des Lebens ist für viele Jugendliche heute keine gut ausgebaute Zielgerade mehr. Holprige Nebenwege, tückische Einbahnstrassen und verwinkelte Sackgassen machen die Orientierung schwer. Gut und Böse, Richtig und Falsch - die Positionen sind verteilt als die junge Ladendiebin Pia von dem ebenso jungen Ladendetektiv gestellt wird. Doch sie macht es ihm nicht leicht, fleht ihn an, umgarnt ihn, bis er die Beweismittel vernichtet. Und dann droht sie ihm mit einer Strafanzeige wegen Beihilfe. Im Stück von Ueli Blum und Rüdiger Stephan kollidieren Weltanschauungen. Die Akteuere verfallen in wechselnde Rollen, und sie verpassen dabei die Chance, sich wirklich nah zu kommen.


Pressestimmen:

Ziemlich gelungen das Stück, das mit „Verfahren“ kaum einen besseren Titel hätte haben können. Die von Ueli Blum und Rüdiger Stephan erarbeitete Textvorlage trifft mit frappierender Präzision die Stimmung vieler Jugendlicher. Nicht ihre Sprache ist hier einer Handlung aufgepflanzt, die in überlieferten Kategorien moralisches Rüstzeug unters Volk streuen soll. Die zwei Autoren wagen den Schritt über den Abgrund, stellen Moral und Wertekonsens selbst in Frage.

Franziska Senn spielt die schnippische Pia, die wie viele underdogs ihre Rechte viel besser als ihre Pflichten kennt und dazu noch alle Tricks und Schliche vom Heulkrampf bis zum „Ich-hole-meinen-Bruder-Nummer“ drauf hat. Und Reto Baumgartner, der sich als pflichtbewusster Detektiv hinter seiner „Tatort“ - entlehnten Macho-Maske versteckt, die rasch einen überzeugend überfordert gespielten jungen Mann preisgibt, hin- und hergerissen zwischen Mitleid für das Individuum und Verantwortung für die Gesellschaft. (Wilhelmshavener Zeitung)